Von Steffen Heizereder
Horst Grundmann mit Hannes und Freddie.
Die drei waren der erheiternde Höhepunkt
für die Zuschauer und bekamen viel Beifall.
Foto: Steffen Heizereder
Möckmühl - Der Duft von Benzin liegt in der Luft. Motorengeräusche hallen durch die Gassen. Tobias Heider mit der Startnummer 16 rast mit voller Geschwindigkeit an der staunenden Masse vorbei. Ein Autorennen fand während des Möckmühler Stadtfestes am Wochenende aber nicht statt. Dafür ein Korso mit den verschiedensten Agria-Geräten. Vom Oldtimer, Baujahr 1949, bis zum modernen Rasentraktor waren alle erdenklichen Modelle mit dabei. Die Teilnehmer übertrafen sich mit den ausgefallensten Dekorationen ihrer Maschinen gegenseitig.
Jürgen Fischer aus Neudenau-Siglingen etwa belud seine Agria mit Stroh, Heugabel und Sense, ganz so, wie es die Bauern der Nachkriegszeit taten. Der erheiternde Höhepunkt des Korsos aber war Horst Grundmann, der seine beiden Ziegen Hannes und Freddie durch Möckmühl chauffierte. Zum strahlenden Sieger wurde Jörg Hofmann aus Aschaffenburg von der Jury gewählt. Titelverteidiger Jürgen Fischer wurde diesmal nur Zweiter. Die Ausfahrt mit seiner Agria hat ihm dennoch sichtlich Spaß gemacht: "Nutzen kann man sie nicht mehr. Dafür ist sie einfach zu wertvoll", sagte der 54-jährige Agria-Fan.
Internationales Fest
Beliebt ist bei der Möckmühler Bevölkerung auch das vom Kiwanis-Club Möckmühl veranstaltete Entenrennen. Rund tausend Plastikenten werden dabei vom DLRG gleichzeitig in die Jagst geworfen und müssen eine 200 Meter lange Strecke zurück legen. "Die Leute haben früher schon in der Badewanne mit Enten gespielt, die finden das einfach witzig", sagte Karl-Heinrich Kraft, Vizepräsident der Kiwanier, angesichts der großen Spendenbereitschaft.
Zum Stadtfest durfte Bürgermeister Ulrich Stammer traditionsgemäß auch wieder Gäste aus den Partnerstädten begrüßen. 44 Besucher aus dem italienischen Cherasco und elf Ungarn aus Piliscsaba sind zum Stadtfest gekommen und verwandelten den Abend zu einem internationalen Fest. Von der Partystimmung ließ sich auch Bürgermeister Stammer anstecken: "Es ist unglaublich, was die Italiener und Ungarn für Stimmung machen", sagte der Rathauschef. Bis spät in die Nacht wurde auf den Tischen getanzt. Die Bilanz des Abends: Ein Tisch und zwei Bänke gingen zu Bruch.
Stadtlauf
Höhepunkt des Sonntags war der neunte Möckmühler Stadtlauf, der sich zu einem wahren Volkslauf entwickelt hat. Über 866 Teilnehmer hatten sich angemeldet. 763 kamen ins Ziel. Als Zaungast schaute auch der Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic vorbei. Auch Regine und Bernhard Böhm waren wieder dabei. "Es macht einfach viel mehr Spaß mitzulaufen, als nur zuzuschauen", sagte Regine Böhm.
Etwas besonderes hatte sich die Feuerwehr einfallen lassen: Schweißgebadet waren die Feuerwehrleute, nachdem sie den Schlauchwagen ins Ziel gezogen hatten.